Noch eine wichtige Information unseres Berufsverbandes (DVE von 05.2005)

Ambulante ergotherapeutische Behandlungen (z.B. in Kindergärten), die ohne eine entsprechende Verordnung des Arztes als Behandlung in einer Institution, durchgeführt werden sind für viele Leistungsträger (u.a. AOK) mittlerweile als rechtswidrig eingestuft und werden als Urkundenfälschung gewertet. Bei bekannt werden des Regelverstoßes haben Therapeuten mit Regressforderungen der Kassen zu rechnen.

Behandlungen in Institutionen sind nur innerhalb der Frühförderung n. SGB oder nach wichtiger ärztlicher Indikationsstellung möglich.

Zu lange Anfahrtswege oder Zeitmangel eine Praxis aufzusuchen stellen keinen Grund für die Behandlung in einer Institution dar.

Werden die Behandlungen ohne die genannten Voraussetzungen in den Institutionen durchgeführt, bestehen für Therapeuten und Kinder keinerlei Versicherungsschutz bei etwaigen Unfällen.

Die Versicherungen gehen davon aus, dass das Kind verordnungskonform in der ergotherapeutischen Praxis und nicht in der Institution behandelt wird.



Literatur

  • Körperkoordinationstest für Kinder, KTK von f. Schilling und E. J. Kiphard
  • Entwicklungsstörungen ADS/ADHS/ POS: Das diagnostische Inventar Lislott Ruf-Bächtiger und Thomas Baumann   Version 3.0
  • Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder von R. Zimmer und M. Vokamer
  • Developmental Test of Visual Perception Second Edition von Donald D. Hammill, Nils A. Pearson, Judith K. Voress
  • Ergotherapeutisches Sozialkompetenzen-Training nach S. Löcker u. B. Menke
  • Graphomotorik für Grundschüler nach I. Schäfer